
Nach der Gründung des Feuerwehrverbandes Wolfsburg e.V. im Dezember 1972 rief der Jugendfeuerwehrwart Joachim Hoffmann (Jugendfeuerwehr Warmenau) die Jugendfeuerwehrwarte der einzelnen Freiwilligen Feuerwehren in Warmenau am 27. Januar 1973 zusammen.
Erschienen waren:
Günther Elbershausen | Jugendfeuerwehrwart Almke |
Gebhard Serling | Jugendfeuerwehrwart Ehmen |
Reinhold Hertig | stellv. Jugendfeuerwehrwart Fallersleben |
Siegfried Schmotz | Jugendfeuerwehrwart Hattorf |
Hermann Ohrens | Jugendfeuerwehrwart Heiligendorf |
Egon Ziems | Jugendfeuerwehrwart Neindorf |
Wolfgang Pahl | Jugendfeuerwehrwart Sülfeld |
Joachim Hoffmann | Jugendfeuerwehrwart Warmenau |
Bernhard Holzhausen | Jugendfeuerwehrwart Wendschott |
Bei einer Vorstellungsrunde machten sich die erschienenen Vertreter der Jugendfeuerwehren miteinander bekannt und berichteten von ihren bisherigen Tätigkeiten in den Landkreisen Gifhorn oder Helmstedt.
Der damalige Dezernent für die Feuerwehren, Stadtrechtsrat Otto Haag, wies darauf hin, dass die Jugendfeuerwehren nach der Ordnung des Deutschen Feuerwehrverbandes zu führen seien, wie es auch im § 13 der Satzung des Feuerwehrverbandes Wolfsburg geregelt wäre. Weiterhin sicherte er die gleiche finanzielle Unterstützung durch die Stadt Wolfsburg zu, wie sie bisher von den Landkreisen erfolgt ist.
Die anschließende Wahl des Jugendfeuerwehrausschusses der Stadt Wolfsburg, unter der Leitung des kommissarischen Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes Wolfsburg Adalbert von Hausen brachte folgendes Ergebnis:
Kreisjugendfeuerwehrwart | Joachim Hoffmann |
stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart | Siegfried Schmotz |
Schriftführer | Reinhold Hertig |
Kassierer | Gebhard Serling |
Beisitzer | Wolfgang Pahl |
Bereits bei der nächsten Jugendfeuerwehrwarte-Tagung gab Joachim Hoffmann die Anregung, einen Orientierungsmarsch durchzuführen. Er sollte von Barnstorf durch das Hattorfer-Holz nach Ehmen führen und durch Spiele und feuerwehrtechnische Aufgaben untermalt werden. Weiterhin wurde über den Beitritt zum Stadtjugendring diskutiert. Über die beiden Punkte konnte leider nicht abgestimmt werden, da keine Beschlussfähigkeit gegeben war. Dieses wurde aber in der nächsten Versammlung nachgeholt und der Beitritt beschlossen bzw. die Durchführung des Orientierungsmarsches auf den 1. Mai 1973 festgelegt.
Für die Teilnahme am Landeszeltlager meldeten sich die Jugendfeuerwehr Warmenau und die Jugendfeuerwehr Wendschott. Weiterhin wurden Jugendleiterlehrgänge in Bevensen und Bündheim besucht. Am 30. Oktober 1973 wurde die Jugendfeuerwehr Brackstedt gegründet und in den Kreis der Jugendfeuerwehr Wolfsburg aufgenommen.
Im Januar wurde erstmals ein Besuch im Altersheim durchgeführt. Zusammen mit dem Jugendspielmannszug Hattorf und dem Fanfarenzug Ehmen erstellte man ein reichhaltiges Programm mit Sketchen und Musikstücken und bot es an diesem Tage dar.
Volker Schönemann wurde auf der Jugendfeuerwehrwarte-Tagung am 17. Februar 1974 zum stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart gewählt. Die Jugendfeuerwehr Mörse wurde am 1. Mai 1974 gegründet.
Der Orientierungsmarsch führte in diesem Jahr von Kästorf nach Warmenau. Die ersten Wettkämpfe auf Stadtebene wurden am 19. Mai 1974 in Ehmen durchgeführt. Am Zeltlager des Landkreises Helmstedt beteiligten sich die Jugendfeuerwehren aus Brackstedt, Ehmen, Mörse, Sülfeld und Wendschott.
Der erste Stadt-Jugendtag der Jugendfeuerwehren im Feuerwehrverband Wolfsburg fand am 30. Juni 1974 unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hugo Bork statt. Die Veranstaltung wurde im Porschestadion durchgeführt und war ähnlich dem Spiel ohne Grenzen ausgelegt.
Auf Antrag wurde auf der Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehrwarte am 19. Januar 1975 in Ehmen die Wahlperiode des Kreisjugendfeuerwehrwartes auf sechs Jahre und die der übrigen Ausschussmitglieder auf zwei Jahre festgelegt.
Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:
stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart | Gebhard Serling (Ehmen) |
Kassenführer | Hermann Ohrens (Heiligendorf) |
Schriftführer | Reinhold Hertig (Fallersleben) |
Delegierter Stadtjugendring | Günther Jahns (Warmenau) |
Beisitzerin | Annegret Diedrichs (Warmenau) |
Das Lehrgangsangebot bot Jugendleiter-, Sport-, Filmarbeit-, sowie Pädagogiklehrgänge und der Lehrgang Fahrten und Wandern. Von den Jugendfeuerwehrwarten wurde das Angebot gut angenommen.
Die Mädchengruppe der Jugendfeuerwehr Warmenau stickte einen Tischwimpel, der bei allen Jugendfeuerwehrwarte-Tagungen dabei sein sollte. Dafür wurde folgender Modus festgelegt: Der Wimpel verbleibt bei der Jugendfeuerwehr des Tagungsortes bis zur nächsten Tagung und wird dann an die dortige Jugendfeuerwehr weitergegeben.
Am 1. April 1975 bekamen die Wolfsburger Jugendfeuerwehren Zuwachs: Die Jugendfeuerwehr Vorsfelde wurde gegründet. Am 1. Mai fand der Orientierungsmarsch der Wolfsburger Jugendfeuerwehren in Sülfeld statt. Über Pfingsten wurde das erste gemeinsame Kreiszeltlager im Hasselbachtal mit 134 Teilnehmern durchgeführt. Während des Lagers wurde auch der Kreiswettkampf durchgeführt.
Für das 4. Landeszeltlager in Langeleben/Elm meldete die Jugendfeuerwehr Wolfsburg ca. 120 Teilnehmer. Für die während des Zeltlagers stattfindende Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr meldeten sich die Jugendfeuerwehren Fallersleben und Ehmen.
Am 1. Januar 1976 fand die Gründung der Jugendfeuerwehr Reislingen statt. Der von der Jugendfeuerwehr Wendschott ausgerichtete Orientierungsmarsch führte in diesem Jahr durch den Drömling.
Mit der Vorführung der Übungen zur Leistungsspange und den Leistungswettkämpfen beteiligte sich die Jugendfeuerwehr Wolfsburg erstmalig am City-Fest der Stadt. Auch der Besuch des Altersheims, inzwischen ein fester Programmpunkt, fand in diesem Jahr wieder satt.
Um den Jugendlichen auch in den Wintermonaten einen Anreiz zu sportlichen Aktivitäten zu geben, wurde vom Kreisjugendfeuerwehrwart Joachim Hoffmann der Schwimmwettbewerb ins Leben gerufen. Am 12. Februar 1977 trugen die Jugendfeuerwehren ihren ersten Wettbewerb im Hallenbad am Schachtweg aus.
Im Jugendgästehaus wurde ein Grundlehrgang für Jugendfeuerwehrwarte durchgeführt. Dieser Lehrgang bildete die Grundlage, um Sachgebietslehrgänge (Neigungslehrgänge) zu besuchen.
Bei der Jahreshauptversammlung standen in diesem Jahr Neuwahlen an. Sie brachten folgendes Ergebnis:
stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart | Reinhold Hertig (Fallersleben) |
Schriftführer | K. Müller (Warmenau) |
Kassenführer | Hermann Ohrens (Heiligendorf) |
Beisitzer | H. Winter (Wendschott) |
Delegierter Stadtjugendring | W. Köhler (Vorsfelde) |
Im Rahmen des Landesfeuerwehrtages wurde ein Zeltlager im Hasselbachtal veranstaltet. Neben den Jugendfeuerwehren der Stadt Wolfsburg nahmen auch Gruppen aus Meppen, Lüneburg, Lüchow, Nienhagen, des DRK und eine Gruppe aus Holland teil.
Am 13. Juli 1977 erfolgte die Gründung der Jugendfeuerwehr Velstove und die Aufnahme dieser in den Kreis der Jugendfeuerwehr Wolfsburg. Die Jugendfeuerwehr Wolfsburg beteiligte sich am Spiel ohne Grenzen im Safari-Park Hodenhagen. Diese Veranstaltung stand unter der Regie des Bezirks-Jugendfeuerwehrwartes des Regierungsbezirkes Lüneburg.
Bei der Jahreshauptversammlung wurden erstmalig die Fachbereiche Wettbewerbe und Zuschüsse installiert. Weiterhin stand das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwartes zur Wahl an, für das Joachim Hoffmann einstimmig wiedergewählt wurde. Für den Fachbereich Zuschüsse wurde Reinhold Hertig und für den Fachbereich Wettbewerbe Detlef Pahl das Vertrauen ausgesprochen. Als Schriftführer wurde K. U. v. Hartz gewählt. In seinem Jahresrückblick auf das Jahr 1977 sagte der Kreisjugendfeuerwehrwart, dass 29 Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die aktive Feuerwehr übernommen werden konnten und 23 Jugendliche die Leistungsspange erworben haben.
Die Jugendfeuerwehr Barnstorf wurde am 6. Mai 1978 gegründet. Veranstaltungen wie Schwimmwettbewerb, Orientierungsmarsch, Bundeswettbewerb und der Besuch im Altersheim wurden turnusmäßig durchgeführt. Letztmalig erfolgte die Teilnahme am Bundeswettbewerb des Regierungsbezirks Lüneburg in Steinhorst, Landkreis Gifhorn, da durch die Neuordnung der Regierungsbezirke die Städte Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter sowie die Landkreise Gifhorn, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel den nördlichen Bereich des Regierungsbezirkes Braunschweig bildeten.
Anlässlich des 40. Geburtstages der Stadt Wolfsburg beteiligte man sich an einer Aktion des Jugendamtes am Schillerteich sowie am großen Festumzug. Am 28. Juni 1978 fand ein Stadt-Jugendfeuerwehrtag im Porschestadion statt. Die durchgeführten Übungen waren stark an der Leistungsspangenabnahme angesiedelt.
Für die Jugendfeuerwehr Wolfsburg wurde ein Zelt beschafft, das von allen Jugendfeuerwehren der Stadt Wolfsburg ausgeliehen werden konnte. Voraussetzung war eine rechtzeitige Terminanmeldung.
Im laufenden Jahr wurde die beachtliche Zahl von 45 Jugendfeuerwehrmitgliedern in die aktive Feuerwehr übernommen. Die Lehrgangsarbeit wurde weiter ausgedehnt, und nach Aussage des Feuerwehrverbands-Vorsitzenden Adalbert von Hausen sollten die Fahrtkosten zukünftig erstattet werden.
Auf der Jahreshauptversammlung wurde Hermann Diedrichs jun. zum Kassenführer gewählt, da H.H. Ohrens für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Kam. Matthies vom Landesjugendfeuerwehrausschuss zeichnete die Herren Schuh vom BVS und Lehnert vom DRK mit der Floriansmedaille der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr aus.
Der Orientierungsmarsch führte durch den Stadtwald mit dem Ziel Nordsteimke. Der Grund war, dass in Nordsteimke noch keine Jugendfeuerwehr vorhanden war, der Erfolg stellte sich ein Jahr später ein. Der Bundeswettbewerb wurde zum ersten Mal dreiteilig nach den Richtlinien der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr durchgeführt. Es wurde am Landeszeltlager am Dümmersee teilgenommen und der dort stattfindende Orientierungsmarsch ausgerichtet.
Die Muster-Satzung für Kreisjugendfeuerwehren wurde verabschiedet. Die Gründung der Jugendfeuerwehr Neindorf erfolgte am 3. November 1979. Es wurden 33 Jugendfeuerwehrmitglieder an die aktiven Feuerwehren übergeben.