Wie alles begann

Am 26. Mai 1938 wird der Grundstein für das Volkswagenwerk gelegt und am 1. Juli wird die "Stadt des KdF-Wagens" bei Fallersleben gegründet, die für 90.000 bis 100.000 Einwohner geplant ist. Zunächst übernahm die Werkfeuerwehr des Volkswagenwerkes den Brandschutz für die heutige Stadt Wolfsburg. 1939 brachte ein erster Aufruf zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr nicht den erhoften Erfolg. Ein erfolgreicher zweiter Anlauf im Jahr 1940, führte zur behördlichen Anerkennung im Jahr 1941. Bereits 1942 erfolgte die Gründung einer Jugendfeuerwehr.
Nach dem zweiten Weltkrieg wird ein Plan für den Stadtaufbau mit einer Einwohnerzahl von 35.000 entwickelt und nach der Ausgliederung aus dem Landkreise Gifhorn 1951 zur kreisfreien Stadt erklärt.

Gründung der Berufsfeuerwehr

Am 15.08.1941 nahmen die ersten fünf hauptamtlichen Feuerwehrmänner und stellten eine ständige Einsatzbereitschaft sicher. 1945 beauftragte die Militärregierung die städtische Feuerwehr mit dem Krankentransport für die Stadt und auch der Feuerschutz im Volkswagenwerk wurde bis zum Wiedererstehen der Werkfeuerwehr mit sichergestellt. Die Gesamtstärke wuchs bis zum Jahr 1948 auf 22 Mann an und Anfang der 1950'er Jahre wird die bis dahin vorgehaltene hauptamtliche Wachbereitschaft zur Berufsfeuerwehr gewandelt. Das Grüdungsdatum datiert auf dem 01. April 1952. Die Vereidigung als Beamte der Stadt Wolfsburg der bis dahin angestellten Feuerwehrmännern erfolgte im Jahre 1955. Der Entschluss hierzu begründete die Stadt damit, dass die Wehr bei ihrem aktiven Außendienst einer hohen Beanspruchung ausgesetzt sein und dass die Stadt sich ihr gegenüber besonders verpflichtet fühle.

Entstehung der heutigen Wache

Durch den ständigen Bevölkerungszuwachs und das rasche Tempo des Aufbauens der Stadt Wolfsburg wuchsen alle Aufgaben, die der Feuerwehr auf dem Gebiet des vorbeugenden und abwehrenden Feuerschutzes, im Unfall- und Krankentransport sowie bei Hilfeleistungen verschiedener Art gestellt waren. Der damit notwendig verbundene Zuwachs an Mannschaft und Geräten erforderte die Unterbringung der Wehr in einem neuen Gebäude. Die alte Behelfswache war ursprünglich nur für einen begrenzten Fahrzeugbestand und auch nicht für die ständige Unterbringung einer Wachbesatzung vorgesehen.

Auch der Rat der Stadt war sich der Notwendigkeit einer neuen Feuerwache bewußt und gab grünes Licht für Planung und Ausführung. Nach gründlichen Studium andere Feuerwehrunterkünfte im Bundesgebiet wurde ein erstes Modell erstellt, später jedoch wieder verworfen. Die ursprüngliche Planung sah vor, dass das Gebäude an der Kleiststraße errichtet werden sollte. Aus städtebaulichen Überlegungen jedoch der endgültige Standort im Industriegelände an der Dieselstraße gewählt. Anfang des Jahres 1957 wurde mit dem Bau der heutigen Feuerwache in der Dieselstraße nach den Plänen und unter der Bauleitung des städtischen Hochbauamtes begonnen. Das Gebäude wurde innerhalb eines Jahres fertiggestellt und von den hauptberuflichen Einsatzkräften 1958 bezogen.