
Die Indoorgames sind jedes Jahr das erste gemeinsame Event der Wolfsburger Jugendfeuerwehren. Um auch in den kalten Wintermonaten einen Wettbewerb ausrichten zu können, findet die Veranstaltung in einer Turnhalle statt. Dort stehen die Gruppen vor der Aufgabe gleich zweimal einen Parcours zu bewältigen, der mit vielen verschiedenen Aufgaben wartet. Dies kann zu Beispiel das Durchqueren eines Tunnels sein, das Balancieren auf einer umgedrehten Bank oder auch das Werfen von Bällen in eine Kiste. Außerdem wird bei diesem Wettbewerb auch der Jugendfeuerwehrwart gefordert - er begleitet seine Gruppe nämlich durch den Parcours.
Jährlich richtet die Jugendfeuerwehr Wolfsburg einen Orientierungsmarsch aus. Damit die Strecken immer unterschiedlich gestaltet werden können, wird der Veranstaltungsort unter den Ortsteilen von Veranstaltung zu Veranstaltung gewechselt. Gestartet wird bereits in den Morgenstunden, die einzelnen Gruppen haben dabei eine Strecke von ca. 10 km zurückzulegen. Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und Jugendfeuerwehrdienstanzug müssen die Jugendlichen mit Hilfe von Karte und Kompass sich im Gelände zurechtfinden. Damit es den Jugendlichen auf dem Weg nicht langweilig wird, haben sie zum einen Fragen aus verschiedenen Sachgebieten zu beantworten, zum anderen haben sie an mehreren Stationen Spiele oder sonstige Aufgaben zu meistern, bei denen neben Feuerwehrwissen auch Geschicklichkeit und Allgemeinwissen gefragt sind.
Der Bundeswettbewerb ist der wohl härteste Vergleichswettkampf in der Jugenfeuerwehr und wird nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch international ausgetragen.
Der Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren besteht aus zwei Teilen: dem Löschangriff, bei dem vor allem Feuerwehrkentnisse gefragt sind und dem Staffellauf, wo Sportlichkeit abverlangt wird. Beide Teile sind zudem mit Hindernissen und weiteren Aufgaben versehen, die den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhen. So gilt es beim Löschangriff, Wassergraben, Leiterwand, Hürde und Tunnel zu meistern. Beim Staffellauf erwarten die Gruppe Aufgaben, wie Schlauchrollen, Knoten anlegen und Leinenwurf.
Die beidenbei den Wolfsburger Stadtwettbewerben erstplatzierten Gruppen qualifizieren sich für den Bundeswettbewerb auf Bezirksebene (ehemaliger Regierungsbezirk Braunschweig). Es folgen Landes- sowie Bundesebene und schließlich die internationalen Wettkämpfe.
Der Nachtmarsch ist ein Orientierungsmarsch, der, wie der Name schon andeutet, in den späten Abendstunden im Dunkeln stattfindet. Als Austragungszeitpunkt ist der Herbst gewählt, sodass die Jugendlichen den Marsch bei niedrigen Temperaturen warm gekleidet antreten.
Da es schon spät und dunkel ist, hat hier im Gegensatz zum Orientierungsmarsch jede Gruppe einen Betreuer, der sie auf dem ganzen Marsch begleitet, um so eventuellen Risiken und Gefahren vorzubeugen.
Die Siegerehrung kann aus Zeitgründen nicht mehr am gleichen Abend durchgeführt werden. Sie wird ungefähr nach vier Wochen nach einem gemeinsamen Besuch im Kino durchgeführt.
Die Leistungsspange stellt die höchste Auszeichnung dar, die ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr erreichen kann. In der Gemeinschaft einer Gruppe gilt es fünf Prüfungen zu bestehen, bei denen sowohl Feuerwehrkenntnisse als auch sportliche Aspekte berücksichtigt werden.
Die fünf Prüfungen sind der Löschangriff, die Schnelligkeitsübung, der Staffellauf, das Kugelstoßen und die Beantwortung von Fragen. Der Löschangriff muss fehlerfrei vorgeführt werden. Bei der Schnelligkeitsübung, dem Verlegen von acht C-Schläuchen und beim Staffellauf kommt es auf die Zeit an. Die Fragenbeantwortung sollte nur mit wenigen Fehlern erfolgen. Maximal vier Punkte können bei jeder Prüfung erreicht werden. Keine der Prüfungen darf mit null Punkten abgeschlossen werden. Auch für den Gesamteindruck erhält die Gruppe Punkte. Die Leistungsspange gilt ab insgesamt zehn Punkten als bestanden.
Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren, die bereits mindestens ein Jahr Angehörige der Deutschen Jugendfeuerwehr sind.